Gemeinde Läufelfingen

Tourismus

Sehensw√ľrdigkeiten

Aussichtsturm auf dem Wisenberg
Aussichtsturm Wisenberg

Der 1001 m hohe Wisenberg diente seit dem Mittelalter als Hochwacht. Er war unbewaldet. Zu Beginn des 19.Jh. wurde ein Triangulationspunkt errichtet f√ľr die Vermessung der Region Basel. Im 1.Weltkrieg diente ein h√∂lzerner Turm als Artilleriebeobachtungspunkt. 1927 wurde der Turm neu aus Stein gebaut. Er war 9 m hoch. Er diente im 2. Weltkrieg als Fliegerbeobachtungsposten. Weil der Wald ringsum in die H√∂he wuchs, wurde 1953 eine Aufstockung auf 15 m n√∂tig, und 1987 noch einmal eine auf 24,6 m. Die drei Bauphasen sind heute noch gut sichtbar. Vom Turm aus hat man eine einzigartige Rundsicht vom Schwarzwald √ľber den Jura bis zu den Alpen. Der Turm ist nur zu Fuss erreichbar, entweder von L√§ufelfingen aus oder, etwas k√ľrzer, ab Bad Ramsach oder Blaukreuzheim Hupp ob Wisen.

Fortifikation Hauenstein
Fortifikation Hauenstein

Im 1. Weltkrieg wurde zum Schutz der Bahnlinie Basel-Olten, der Jurapass√ľberg√§nge und des Verkehrsknotenpunkts Olten ein gewaltiges Festungsbauwerk errichtet. Ein 40 km langes Netz von Sch√ľtzen- und Verbindungsgr√§ben, von Gesch√ľtzunterst√§nden, Mannschaftsunterk√ľnften etc. erstreckte sich von Oberg√∂sgen √ľber den Wisenberg, L√§ufelfingen, Walten bis zum Belchen und von dort nach H√§gendorf hinab. Im Kriegsfall w√§ren hier 42'000 Mann und 6500 Pferde in Stellung gegangen. 29 D√∂rfer im Umkreis der Festungsanlage w√§ren im Ernstfall evakuiert worden. Zum Gl√ľck kam es nicht so weit. Noch heute stossen wir in den W√§ldern des Wisenbergs oder am Walten oder im Belchengebiet auf Teile dieser Festungsanlage. N√§heres dazu im Internet unter dem Suchwort Fortifikation Hauenstein, oder am Posten 9 des Lehrpfades wisenbergw√§rts auf www.erlebnisraum-tafeljura.ch. Wer von L√§ufelfingen auf die Belchenfluh wandert, findet an der sogenannten S√ľdstrasse die in Fels gehauenen farbigen Erinnerungswappen und Inschriften der am Bau beteiligten Wehrm√§nner aus vielen Teilen der Schweiz.

Kirche St. Peter und Paul
Kirche St. Peter und Paul innen

Die heutige Kirche wurde ums Jahr 1485 erbaut. Diese Jahrzahl steht auf der zweitgr√∂ssten der insgesamt vier Glocken, die im Kirchturm h√§ngen. Aus dieser Zeit stammen auch die wertvollen Wappenscheiben und die wundersch√∂ne Christophorus-Scheibe, die die L√§ufelfinger 1877 an den Kunsthandel verkauften, um sich eine neue Glocke leisten zu k√∂nnen. Diese Scheiben befinden sich heute im Historischen Museum Basel. Die Glocke mit der Jahrzahl 1878 ist die drittgr√∂sste im Gel√§ut. Die kleinste Glocke stammt aus dem 14.Jh., sie hing also schon in der Vorg√§ngerkirche. Wie diese Kirche aussah, wissen wir nicht. Die arch√§ologischen Spuren zeigen, dass eine erste Kirche mit Friedhof ungef√§hr ums Jahr 800 auf den Tr√ľmmern eines r√∂mischen Gutshofs oder Heiligtums errichtet worden ist.¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

Die Kirche diente ausser der Pfarrgemeinde auch den Herren und Landv√∂gten von der Homburg sozusagen als Schlosskapelle. Zwei Grabtafeln an der Aussenwand (fr√ľher im Kircheninnern) erinnern noch an diese Zeit. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1672. Die heutigen Glasmalereien in den Chorfenstern wurden 1957 vom K√§nerkinder K√ľnstler Walter Eglin geschaffen. Sie stellen Anfang (=Sch√∂pfung), Ende (=Ernte) und die Mitte der Zeit (=Jesus als mit Gott ringender Mensch in Gethsemane) dar. Weitere Glasbilder von Walter Eglin (1895-1966) gibt es in der Kirche von Diegten. Sein gr√∂sstes Werk ist das Mosaik am Kollegiengeb√§ude der Universit√§t am Petersplatz in Basel. Seine Heimatgemeinde K√§nerkinden hat ihm ein kleines Museum gewidmet.¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

An der s√ľdlichen Aussenwand sind eine Sonnenuhr und ein Meridian zu sehen. Der Meridian zeigt die Mittagszeit an. Mittag ist, wenn das Sonnenlicht durch das Loch in der kreisrunden Scheibe auf die Linie beim jeweiligen Monat trifft. Diese beiden altert√ľmlichen Zeitmesser wurden bei der Kirchenrenovation von 1956/57 nach altem Vorbild neu konstruiert. Der j√ľngste Bestandteil der L√§ufelfinger Kirche ist die grosse Glocke. Sie wurde 1991 von einem L√§ufelfinger B√ľrger aus Anlass des 700-Jahr-Jubil√§ums der Eidgenossenschaft gestiftet, als Erg√§nzung des bis dahin nur aus drei Glocken bestehenden Gel√§utes.

Auf dem Friedhofbrunnen steht eine Christophorus-Figur des aus L√§ufelfingen stammenden K√ľnstlers Fritz B√ľrgin (1917-2003). Fritz B√ľrgin hat einen grossen Teil seines Nachlasses dem Kultur- und Museumsverein L√§ufelfingen √ľbergeben. Die Werke sind nicht permanent ausgestellt.

Museum Silo 12
Silo 12

Der Stein hatte seit jeher eine grosse Bedeutung im Strassen- und Bahnbau, in der Bauindustrie und auch in der Kunst. Weil L√§ufelfingen ‚Äď das Pass- und Tunneldorf am Unteren Hauenstein ‚Äď viele Jahrzehnte lang von der steinverarbeitenden Industrie gepr√§gt worden ist, gibt es hier ein Industriemuseum zum Thema Stein. Das Museum befindet sich im Silogeb√§ude eines stillgelegten kleinen Steinbruchs an der Hauensteinstrasse Richtung Passh√∂he. Mit wechselnden Ausstellungen werden hier industriegeschichtliche, ‚Äěsteinige‚Äú, k√ľnstlerische und handwerkliche Themen aufbereitet. Die R√§umlichkeiten sind auch ein idealer Platz f√ľr Gastausstellungen und weitere kulturelle Veranstaltungen.

Das SiLO12 ist jeweils von Mai bis Oktober in Betrieb. Es gibt keine fixen √Ėffnungszeiten. Diese richten sich nach den jeweiligen Ausstellungen und Anl√§ssen. F√ľhrungen f√ľr Gruppen sind nach Absprache w√§hrend der ganzen Saison m√∂glich.

SiLO12 ist ein Projekt des Kultur- und Museumsvereins Läufelfingen. Der Verein besteht seit 1996. Zu seinen Aufgaben gehört die Dokumentation der Dorfgeschichte ebenso wie die Organisation von Ausstellungen und Vorträgen.

Ruine Homburg mit Themenweg Mittelalter
Ruine Homburg

1240 erbaute Graf Hermann von Froburg diese Burg zur Überwachung des Transitverkehrs am Unteren Hauenstein. Er nannte sie Neu-Homberg zu Ehren seiner Gattin, die die Erbtochter des Grafen von Alt-Homberg im Fricktal war. Schon um 1300 wurde die Homburg mit den Dörfern des Homburgertals wegen Geldmangels an den Bischof von Basel verkauft. Dieser verkaufte sie um 1400 an die Stadt Basel weiter. Von da an residierten fast 400 Jahre lang die Basler Landvögte auf dem Schloss, das im Lauf der Jahrhunderte weiter ausgebaut wurde.

1798 ging die Homburg ‚Äď ebenso wie die Schl√∂sser Farnsburg und Waldenburg ‚Äď in Flammen auf. Die freiheitlichen Ideen der Franz√∂sischen Revolution hatten die Unzufriedenheit der Landbev√∂lkerung angefacht. Nachdem der letzte Landvogt abgezogen war, r√§umte man alles Brauchbare aus dem Schloss, dann wurde es angez√ľndet. Die Brandruine ging in Privatbesitz √ľber und wurde gelegentlich als Steinbruch benutzt. Ab 1937 wurden erste Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten vorgenommen. 2008-2010 unterzog der Kanton Basel-Landschaft die Homburg einer gr√ľndlichen Sanierung. In voller Gr√∂sse ist heute noch der Wohnturm erhalten. Er ist der √§lteste Teil der Anlage.

Die Homburg ist eine der am besten erhaltenen Burgruinen der Nordwestschweiz Sie eignet sich gut als Ausflugsziel mit Kindern, zum Br√§teln, oder auch als stimmungsvoller Ort f√ľr spezielle Veranstaltungen. Letztere sind bewilligungspflichtig.

Der Wanderweg von L√§ufelfingen zur Ruine Homburg ist als Themenweg gestaltet. Zehn Infotafeln berichten auf unterhaltsame Weise vom Leben der Ritter im Mittelalter: was sie assen und tranken, wie sie sich kleideten, was es mit ihren Wappen und R√ľstungen auf sich hatte, wie sie Fehden austrugen... Der Themenweg folgt dem Wanderweg und beginnt am Waldrand oberhalb vom Spielplatz Chr√§tziger. Er kann mit Kindern gut begangen werden, allerdings nicht mit Kinderwagen. Der Themenweg Homburg ist Teil des regionalen Wanderwegnetzes. Er kann deshalb kombiniert werden mit dem Bahnwanderweg L√§ufelfingen-Sissach-Liestal-Pratteln oder mit einer Wanderung zum Bad Ramsach und auf den Wisenberg.

 

Tierfriedhof
Tierfriedhof

Eine schweizweit einzigartige Anlage stellt der ‚ÄěTierfriedhof am Wisenberg‚Äú dar. Im benachbarten Ausland haben Tierfriedh√∂fe (in Paris, London etc.) seit vielen Jahrzehnten Tradition. Seit 2001 k√∂nnen nun auch hier in L√§ufelfingen Haustiere, vorab Hunde und Katzen, aber auch Ponys und Kanarienv√∂gel ein liebevolles Grab bekommen. Der privat betriebene Tierfriedhof ist eine landschaftlich sch√∂n eingebettete, offene, dem Leben zugewandte St√§tte der Begegnung f√ľr Mensch und Tier. Sie finden ihn am s√ľdlichen Dorfausgang, Wegweiser ab Kantonsstrasse.
 

 

Wandervorschläge

Auf dem Hochplateau - fernab vom Verkehr
Läufelfingen

Eine bequeme H√∂henwanderung mit traumhaften Ausblicken √ľber das Ober¬≠basel¬≠¬≠biet f√ľhrt Sie ‚Äď fernab vom pulsierenden Verkehr in den T√§lern ‚Äď von L√§ufelfingen, dem Passdorf am Unteren Hauenstein, in den Bezirkshauptort Sissach.

Wanderzeit: 3 Std 10 Min

Auf den Wisenberg ‚Äď attraktiv und kurzweilig
Wisenberg

Betrachten Sie die Welt einmal von oben: Vom Aussichtsturm auf dem Gipfel des 1001 m hohen Wisenbergs hat man einen perfekten 360¬į Panorama-Rundblick. Ein Erlebnis der einpr√§gsamen Art. Auf den Wisenberg f√ľhren viele Wege. Die hier empfohlene Route bietet besonders f√ľr Kinder viel Abwechslung, f√ľhrt sie doch am Tierfriedhof L√§ufelfingen und¬†an der Burgruine Homburg vorbei.


Wanderzeit: 2 Std. 35 Min.

Downoads
Auf die Belchenflue - fantastischer Ausblick
Abendhimmel

Der wohl bekannteste Gipfel im Baselbieter Jura bietet mit seinen 1098 m Höhe einen fantas­tischen Ausblick, besonders wenn an einem sonnigen Herbst- oder Wintertag das Mittelland unter dem Nebelmeer liegt. Auch der Aufstieg und Abstieg ist ein Wander­erlebnis vom feinsten.

Wanderzeit: 4 Std. 15 Min.

Auf die Ruine Homburg - Themenweg
Ruine Homburg Wohnturm

Die Ruine Homburg oberhalb von L√§ufelfingen ist eine imposante Burganlage und ein beliebtes Ausflugsziel. Sie ist nur zu Fuss erreichbar. Um den kleinen und grossen Wanderern den Anmarsch zu vers√ľssen, ist der Wanderweg von L√§ufelfingen zur Burg hinauf als Themenweg gestaltet.¬†

Wie die Ritter im Mittelalter lebten, ¬†heisst das Thema. Wandernd erf√§hrt man anhand von Infotafeln Spannendes √ľber das Leben der Ritter ‚Äď was sie assen und tranken, wie sie wohnten, wie sie sich kleideten, was es mit ihren Wappen und R√ľstun¬≠gen auf sich hatte, wie sie Fehden austrugen und vieles mehr.¬†¬†

Oben bei der Burg findet man Feuerstellen, Sitzb√§nke und hoch auf dem Wohn¬≠turm eine Aussichts¬≠plattform. Die Ruine Homburg, ein Erlebnis f√ľr Jung und Alt!

√úber den Hauenstein - f√ľr Bahnfreunde
Bächli

Seit der R√∂merzeit war der Untere Hauenstein ein viel begangener Jura-√úbergang. Mit der Er√∂ffnung des Hauenstein-Scheiteltunnels brach im Jahr 1858 das Eisen¬≠bahn¬≠zeitalter an. Unsere Wanderung f√ľhrt vom Tunnel¬≠nordportal in L√§ufelfingen √ľber den 690 m hohen Hauensteinpass zum Tunnels√ľdportal in Trimbach.

Wanderzeit: 2 ¬Ĺ Stunden. Variante kurz: 2 Std. Variante Rundwanderung: 3 Std. 20 Min.

√úber die Froburg - Bahngeschichte, Ruine und tolle Aussicht
Winter Alpen Hupp

 

Von Trimbach (SO) am Juras√ľdfuss bis nach L√§ufelfingen (BL) am Juranordfuss sind es gerade mal 5 Minuten ‚Äď durch den Hauenstein-Eisenbahntunnel, der einst der zweitl√§ngste Tunnel der Welt war. Wir jedoch √ľberqueren den Jura in luftiger H√∂he. Unsere Anstrengung wird mit reichlich Aussicht belohnt.

Wanderzeit: 4 Std.

 

Waldhaus Seppenweid

Waldhaus Seppenweid

Das Waldhaus Seppenweid liegt idyllisch auf einer kleine Waldwiese und ist ein ideal Ort f√ľr Familienfest, Firmenessen, Klassentreffen, Vereinsanl√§sse und Tagesseminare. Es ist rollstuhlg√§ngig und bietet Platz f√ľr max. 65 Personen. Das Waldhaus ist mit dem Auto erreichbar, beim Waldhaus befinden sich auch Parkpl√§tze. Weitere Informationen finden Sie im unter untenstehendem Link.¬†F√ľr Reservationen wenden Sie sich bitte an Sabine Forter, Tel. 079 261 31 71, waldhaus@laeufelfingen.ch

Kontakt

Gemeindeverwaltung Läufelfingen
Hauptstrasse 11
4448 Läufelfingen

gemeinde@laeufelfingen.ch
062 285 10 80

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10.00 - 12.00 Uhr

Mittwoch
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09.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr
(vor offiziellen Feiertagen bis 16.00 Uhr)